Design-Zukunft
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Design, Kommunikation, Rot und Blau
Brauchen wir noch Gestaltung für bessere Kommunikation?

Der Begriff „Design“ ist allgegenwärtig. Schon morgens steht neben dem Designlöffel der Designeierbecher und das Designsalzfässchen. Gestaltung, um sich vom Normalen abzuheben. Wenn „Design“ aber das Blickfeld bestimmt und anfängt, Authentisches zu verdrängen, fängt es an zu stören; zumal Gestaltung persönlichem Geschmack obliegt und sich so einem Urteil unterzieht, das auch schlecht ausgehen kann.

Wenn also in der Kommunikation gestaltet wird – in Anzeigen, Flyern, Geschäftsberichten und ähnlichem – stellt sich die Frage, was zu erwarten ist, also bei Mitbewerbern ähnlich aussieht, und was auffallen soll. Das kann sehr unterschiedlich sein; zu dem Einen passt eher eine feine Betonung, zum Anderen eine bunte Herausforderung. Das kommunikative Ziel muss definiert sein, nur dann kann die Gestaltung diesen Weg unterstützen.

Heute Rot, morgen Blau.

In der Tat gibt es hier keine absolute Wahrheit, sondern nur eine relative. Wenn man heute durch ein Rot im Umschlag hervorsticht, folgen möglicher-weise viele und morgen sind alle Broschüren rot. Dann wäre es an der Zeit, es mit Blau zu versuchen. Nur muss diese Farbe zum Unternehmen passen und neben der Wiedererkennbarkeit der Marke funktionieren. Und Stillstand ist nicht erlaubt.

Viele Corporate Design-Manuals werden wie Gesetze behandelt und verkennen das Prozesshafte, eben die Chance, sich trotz Wiedererkennbarkeit weiter zu entwickeln. Besonders geeignet für solche Entwicklungen sind deshalb Corporate Designs, die z.B. ein Logo in eine Rahmengestaltung einbinden und so ein System bieten, das dynamisch bleibt, ohne seinen Charakter zu verlieren.

Schönes neues Internet

Ein anderer dynamischer Prozess beeinflusst zur Zeit die Gestaltung: die schöne neue Welt "Internet". Wo früher Experten gestaltet haben, wird auf den Bildschirmen viel Geld gespart. Die Programmierung von solchen Seiten wird einerseits oft von Programmierern bewerkstelligt, die ihre eigene Vorstellung davon haben. Andererseits geht Vieles anders. Die Optik lässt sich gerade bei oben beschriebenen Gestaltungssystemen gut übertragen, aber im Netz wird zusätzlich ein Nutzwert erwartet, der den Seitenbesuch belohnt und zum Unternehmen passt.

Wird alles wieder gut?

„Wenn Sie einen Inneneinrichter kommen lassen, geht es eben nicht nur um eine Vase, sondern um die Zusammenstellung der Elemente zu einem Ganzen“, sagt Robert Marggraff, Creativ Direktor und Mitinhaber von gemeinsam werben. „Corporate Design kann nicht nur bindendes Element zwischen den Welten sein, sondern bietet auch Anknüpf-ungspunkt für alle möglichen Maßnahmen. Insofern sehe ich eine tolle Chance, sich von alten Zöpfen zu verabschieden und das eigene Corporate Design mal nach Update-Möglichkeiten prüfen zu lassen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um mit einem gut geplanten ganzheitlichem Design neue Chancen zu nutzen.“

Natürlich ändern sich gerade in diesem Sektor täglich Gewohnheiten und technische Möglichkeiten. Es ist jetzt an der Zeit, sich ein glaubwürdiges optisches Profil zu schaffen, das der schnellen Entwicklung stand hält.